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Sollen Hunde im Winter Kleidung tragen??

18 Januar, 2010 (19:29) | Phaja

In der Mitteldeutschen Zeitung habe ich heute folgende Artikel gefunden

Halle/MZ vom 18.01.2010, von ALIKI NASSOUFIS

Winterkleidung für Hunde ist umstritten. Sie kann Experten zufolge durchaus ihren Sinn haben, ist aber nicht für jeden Hund geeignet.

Laut dem Deutschen Tierschutzbund schränkt ein Mantel einen gesunden Hund in der Bewegungsfreiheit ein und stört seinen natürlichen Wärmehaushalt. Das Fell reiche als natürlicher Schutz in der Regel aus, meinen die Experten. Wie das Deutsche Grüne Kreuz betont, kann ein Mäntelchen für kranke, geschwächte oder alte Tiere sinnvoll sein.

Astrid Behr vom Bundesverband praktizierender Tierärzte in Bonn lehnt Hundekleidung ebenfalls nicht rigoros ab: „Sie sollte allerdings funktionell sein, also wasserabweisend, und den Hund nicht zu sehr drücken.“ Das könne gerade bei kleineren Tieren sinnvoll sein: „Bei ihnen sind der Bauch und das Fell nah am Boden, so dass sie schnell auskühlen und krank werden können“, meint die Tierärztin. Deshalb sei es wichtig, dass vor allem der Bauch mit einem Pullover bedeckt und geschützt ist.

Welche Meinung haben sie dazu?

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Die meisten Hunde tollen gern im Schnee herum

Halle/MZ vom 18.01.2010, von ALIKI NASSOUFIS

Auch für Haustiere sind die tiefen Temperaturen gewöhnungsbedürftig – Salz kann den Pfoten schaden.

Hunde sind keine Mimosen. Trotzdem empfiehlt es sich, die täglichen Spaziergänge bei strengem Frost etwas kürzer ausfallen zu lassen.

Bei Schnee müssen sich nicht nur Zweibeiner umstellen und sich vor allem warm einpacken. Auch für Haustiere ist die weiße Pracht eine Herausforderung. Denn es ist dann nicht nur ziemlich kalt: Auch das auf den Gehwegen und Straßen gestreute Salz kann den Pfoten schaden.

„Die meisten Hunde mögen Schnee sehr“, sagt Astrid Behr vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte in Frankfurt (Main). „Sie freuen sich regelrecht, wenn sie Schneeflocken sehen und herumtollen können. Sie beißen da gerne auch mal rein.“

Grundsätzlich sei dagegen auch nichts einzuwenden. „Doch wenn die Tiere zu viel Schnee fressen, kann das blutige Magen-Darm-Entzündungen hervorrufen“, sagt die Tierärztin. So könne die Kälte des Schnees zu Schleimhautentzündungen führen. Auch Schmutz und Krankheitserreger in der weißen Pracht können Magen-Darm-Probleme verursachen. Daher wäre es ungeschickt, wenn der Halter seinen Hund durch das Werfen von Schneebällen auch noch übermäßig animieren würde.

Auf die täglichen Spaziergänge sollte nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn gerade bei gesunden Hunden allerdings nicht verzichtet werden. „Für den Gassigang gilt: zügig gehen, damit der Hund immer in Bewegung bleibt“, rät Präsident Wolfgang Apel. Sobald das Tier zittert, sollte die Runde abgebrochen werden.

Bei kurzhaarigen und dünnen Hunden könne es zudem sinnvoll sein, statt eines ausgedehnten Spaziergangs mehrere kürzere Runden zu drehen. Vorsicht sei bei Teichen und Seen am Wegesrand geboten: „Die Hunde sollten nicht ins kalte Wasser springen, da durch Kälte und Wind die Gefahr besteht, dass der nasse Hund eine Lungenentzündung bekommt.“

Probleme kann es durch Streusalz und Splitt geben. „Darauf sind Hundepfoten nicht von Natur aus vorbereitet“, sagt Michaela Heck, Expertin für Tiergesundheit beim Deutschen Grünen Kreuz in Marburg. Salz mache die Sohlen spröde und rissig und könne zu Entzündungen führen. Auch scharfkantige Steinchen oder spitze Eisbrocken können die Ballen verletzen.

Deswegen empfehle es sich, die Hundepfoten nach dem Gassigehen mit lauwarmem Wasser zu waschen und zu säubern. „Außerdem sollte man die Ballen vor dem Spaziergang mit einer fetthaltigen Creme, Vaseline oder Melkfett eincremen“, rät Michaela Heck.

Ist es schon zu Verletzungen oder Entzündungen gekommen, können Pfotenschuhe gute Dienste leisten, sagt Astrid Behr. Sie seien in verschiedenen Größen zu haben und könnten bei empfindlichen Pfoten auch vorbeugend helfen. „Die Schuhe sind kein modisches Accessoire, sondern können bei Verletzungen durchaus medizinisch sinnvoll sein.“ Daher müssen sie auch nicht unbedingt an allen vier Pfoten getragen werden, sondern können nur auf der betroffenen Seite zum Einsatz kommen.

Bei langhaarigen Hunden empfiehlt sich in den Wintermonaten laut Expertin Heck außerdem ein Friseurbesuch. Dabei werden die Haare zwischen den Zehen geschoren. Damit lässt sich am besten verhindern, dass sich beim Spazierengehen Schneeklumpen an den Pfoten bilden, die beim Laufen schmerzen.

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